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Fellini mochte keine Lasagne

Nach seinem letzten, doch relativ erfolglosem Streifen "Bambi 111 - die Rückkehr in den Ameisenwald", wagt sich der portugiesische Kult -Regisseur Enriko Bullotti mit seinem neuen Film wieder in die internationalen Kinos. Einige Wochen vor der Deutschlandpremiere gelang, es der Klinik, Bullotti mit einer Tasse Tee (Assam Diffloh) und einem Schokoriegel in die Redaktionsräume zu locken, und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Klinik: Herr Bullotti, steigende Ölpreise, verhaltene Konjunkturprognosen und ein totaler Verfall der Preise auf dem Fischniarkt - wie kann man es sich in solch schweren Zeiten noch leisten, einen Film wie den Ihren zu drehen?

Bullotti: Ja, es ist phantastisch. Ich sage nur: Amerika. Da gibt es so viele Menschen, die einem Mut machen. Nehmen Sie nur einmal diesen MacGyver. Der Mann hat manchmal nur... sagen wir:ein Butterbrot und eine Glühbirne. Daraus baut der dann einfach einen Akkuschrauber oder einen Taschenrechner, je nachdem, was er gerade benötigt. Mit derselben positivistischen Einstellung sind wir dann an unser Projekt herangegangen.

Klinik: Der Handlungsstrang Ihres Werkes erinnert mich entfernt...

Bullotti: Dürfte ich ihnen wohl ein Ei aus der Nase ziehen?

Klinik: Nein.

Bullotti: Schade.

Klinik: ... erinnert mich entfernt an eine Kafka - inspirierte Variante des Gauss - Mankiw-Theorems.

Bullotti: Ja, das ist phantastisch, ich werde das sicher in meinem nächsten Film verwenden. Aus Ihnen könnte später einmal etwas werden.

Klinik: Nun gut, reden wir doch einmal über Vorbilder. Wen zählen Sie denn zu Ihren großen Vorbildern?

Bullotti: Ja, phantastisch. Wirklich beeindruckt hat mich, wie Ingmar Bergmann diese Szene unter der Dusche inszeniert hat. Sie wissen schon, da wo man erst den Duschkopf sieht, dann nur den Schatten von so einem Aerobic-Tänzer hinter dem Duschvorhang, im Hintergrund quietscht ein Deckenventilator oder eine Säge, und dann sieht man die Farbe in den Abfluß fließen.

Klinik: Das war von Bergmann?

Bullotti: Ja, phantastisch, oder nicht. Wurde später natürlich oft kopiert.

Klinik: Aha, so etwas muß man natürlich immer befürcheten. A propos: wovor fürchtet sich ein so erfolgreicher Mann wie Sie in dieser Welt eigentlich ?

Bullotti: Ja. das ist dann gar nicht mehr phantastisch. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, vor denen ich mich fürchte. Panische Angst habe ich davor. daß mir das passiert, was meinem Bruder in seinem letzten Campingurlaub passierte.

Klinik: Und was ist denn Ihrem Bruder da genau passiert?

Bullotti: Müde kam er von einer Wanderung durch das Alpenpanorama zurück und mußte bemerken, daß sein Wohnmobil aufgebrochen worden war. Die dreisten Eindringlinge hatten aber merkwürdigerweise nichts mitgehen lassen. Nicht einmal die teuere Kamera, die mitten auf dem Tisch lag. Was allerdings glauben Sie, war auf dem Film, den mein Bruder Wochen später entwickeln ließ?

Klinik:Fotos von Bergen und Kühen?

Bullotti: Genau, aber auch noch einige zusätzliche Fotos, die eindeutig die Zahnbürsten der Urlauber, Borsten voran, in fremden Gesäßöffnungen steckend zeigten. Ist das nicht erschrekkend? Seither benutze ich nur noch Einwegzahnbürsten.

Klinik: Ja, das gibt tatsächlich zu denken. Wir danken für das Gespräch.

Bullotti: Hätten sie eventuell noch so einen forelle-leckeren Schokoriegel?

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