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VW baut den Christo

Die Sensation ist perfekt:

Die VW - Manager bemühen sich, ihren Konzern mit Vollgas aus der Talsohle, in der sich fast die gesamte deutsche Autobranche befindet, herauszufahren. Dieser Versuch bedarf tiefgreifender Veränderungen der bisherigen Konzernstrategie. Zuerst wird eines der größten Verkaufshemmnisse aus dem Weg geschafft: Mit dem neuen Modell verabschieden sich die Autobauer aus dem ehemaligen Zonenrandgebiet endlich von dem Butterbrotdesign ihrer bisherigen Modellpalette. Da das nicht so ohne weiteres zu bewerkstelligen war, holte man sich Hilfe aus New York. Der in Bulgarien geborene Künstler Javacheff Christo, der in Deutschland mit seiner Reichstagsverhüllung für Aufsehen sorgte, wurde mit dem Design des neuen Modells beauftragt. Sein erklärtes Ziel bei diesem Projekt war ",die Formen der Vergangenheit zu verhüllen".

Gemeinsam mit VW-Technikern entwickelte Christo das bidirektionale EAC - System (External-Air-Cushioned), das die klobigen Airbag-Lenkräder im Innenraum überflüssig macht. Vier diffusorgesteuerte Nick- und Giersensoren setzen im Ernstfall ein redundantes System aus interpolierten Gasgeneratoren in Betrieb, das die flexible Außenhülle aufbläht und so für einen in dieser Klasse überdurchschnittlichen Insassenschutz sorgt. Erste Crashversuche verliefen erfolgversprechend.

Bei den Materialien für die Hülle, den Innenraum und den Fahrzeugunterbau setzt man auf modernste, umweltfreundliche und vollständig rezyklierbare Kunststoffe. "Da fehlt nur noch der grüne Punkte neben dem Typenschild.", scherzen die VW-Mannen hinter vorgehaltener Hand. Bei der Motorisierung verläßt man sich erst einmal auf Bewährtes. Zum Verkaufsstart im Spätherbst wird der Christo mit den aus dem Golf bekannten 1,41 (60 PS / 44kW) und 1,6l (75 PS / 55 kW) Benziner-Motoren ausgeliefert. Im Januar nächsten Jahres wird dann die TDI Version mit dem erfolgreichen 1,91 (90 PS / 66 kW) Turbodiesel nachgeschoben. Die Entscheidung über eine durchaus denkbare Motorisierung mit dem 174 PS VR6 Motor ist bisher noch nicht gefallen, wird aber in den nächsten Wochen erwartet. Trotz des aufwendigen Produktionsverfahrens und den, zwar umweltfreundlichen, aber doch teuren Werkstoffen, soll der Preis des Basismodells nicht über der Schallgrenze von 30.000 DM liegen.

Dr. Zebra

Pfiffige Lösungen auch im Detail

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